Wie montiert man eine Badewanne?

Badewannen werden in Standardgrößen hergestellt, was die Montage erleichtert. Nutzen Sie einen Wannenträger aus Hartschaum und achten Sie dabei auf die Passform Ihrer Badewanne. Grundsätzlich hat jede Wanne einen eigenen Träger, da dieser die Negativform darstellt. Universelle Styroporträger passen nur selten.
Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen zwei Arten der Montage, a.) die Montage auf Wannenfüßen und b.) die Montage mit einem Wannenträger aus Hartschaum.

Bei der Montage auf Wannenfüßen muss die Badewanne im späteren Verlauf noch eingemauert bzw. verkleidet werden. Am besten funktioniert dies mit Ytong Planblöcken, die mit sogenannten Bauplatten oder alternativen Produkten einfach und schnell zugeschnitten und vermauert werden können.

Als ersten Arbeitsschritt muss der Ab- und Überlauf montiert werden. Für den Einbau muss die Badewanne auf die Seite gelegt werden. Der Ablauf wird nun von beiden Seiten mit einem Dichtring in der Badewanne befestigt. Der Überlauf wird am oberen Rand der Badewanne befestigt. Verbinden Sie nun den Ablaufdrehverschluss mit dem Überlauf am oberen Wannenrand. 

Die Wasseranschlüsse und der Ablauf werden schon vor dem Einbau der Badewanne von Ihrem Wasserinstallateur soweit vorbereitet, dass Sie jetzt nur noch den Ablauf an die Badewanne anschließen müssen. Verwenden Sie hierzu ein sogenanntes HT-Rohr im Maß DN 40 oder DN 50.

Drehen Sie die Badewanne nun auf den Kopf. Wenn Sie eine Stahl-Emaille Badewanne montieren, dann werden die Wannenfüße in die entsprechenden Laschen der Badewanne eingeführt. Wenn Sie eine Acryl-Badewanne einbauen, dann schrauben Sie die Quertraversen der Wannenfüße an den Boden der Badewanne. Hier ist ein deutlicher Absatz an der Wanne zu sehen, dies ist die Bodenplatte. Verwenden Sie nur die beiliegenden Schrauben. Alternativschrauben können zu lang sein, sich durch den Wannenboden bohren und die Badewanne wäre irreparabel beschädigt. Je nach Größe der Acrylwanne, sind die Traversen im entsprechenden Abstand zu verschrauben. Befestigen Sie nun die Gewindestangen mit Füßen in den Bohrungen der Traversen. Diese helfen Ihnen nach dem Aufstellen beim Ausrichten der Badewanne. Im Wandbereich werden zusätzlich Wannenanker, auch Montageschienen genannt, befestigt. Hier wird nachher der Wannenrand „eingehängt“. Drehen Sie die Badewannen nun wieder um.

Versehen Sie den Rand der Badewanne mit einem Wannenprofilband überall dort, wo die Wanne die Wand berührt. Dies mindert zum Einen den Schall, zum Anderen verhindert das Montageband ärgerliche Flecken an der Stahl-Emaille Wanne. 

Richten Sie die Badewanne jetzt mit einer Wasserwaage aus. Drehen Sie an den Schrauben der Wannenfüße, um die Höhe zu verstellen, bis diese exakt ausgerichtet ist. 

Schließen Sie nun den Wannenablauf mit einem HT-Rohr am Ablauf an. Hierzu muss das Verbindungsrohr zugeschnitten werden. Dabei sollte ein Gefälle von ca. 1 - 2 cm pro Meter berücksichtigt werden.

Füllen Sie die Badewanne mit Wasser und prüfen Sie so die Rohrverbindungen. Zu diesem Zeitpunkt können alle Verbindungen noch problemlos nachgezogen werden. Aus Sicherheitsgründen sollte eine aus Metall bestehende Badewanne geerdet werden.

Mauern Sie die Badewanne ein. Wir raten zu Planblocksteinen, da diese leicht zugesägt werden können und exakt aufeinander passen. Ob Sie die Mauer bündig zu dem Badewannenrand oder etwas breiter legen ist Ihnen überlassen. Mauern Sie eine breite Umrandung, kann diese später auch am oberen Rand mit Fliesen belegt werden.

Die Montage auf einem Wannenträger ist leicht und effizient. Die Badewanne wird hier von einem Hartschaummantel getragen, welcher nicht nur wärmeisolierend, sondern auch lärmisolierend wirkt. Außerdem können unmittelbar nach dem Aufstellen die Fliesenarbeiten beginnen.

Bereiten Sie die Badewanne wie in Schritt 1 der Montage auf Wannenfüßen beschrieben vor.

Messen Sie nun genau aus, an welchen Stellen sich der Kanal (Wasserabfluss) an der Badewanne befindet.
Nun schneiden Sie aus der Bodenfläche des Wannenträgers den Verlauf des Kanalrohrs aus, damit dieser vollflächig auf dem Untergrund steht. Verwenden Sie zum Beispiel flexiblen Fliesenkleber, um den Styroporträger auf dem Boden zu verkleben. Im Bereich der Ablaufgarnitur schneiden Sie sich ein „Revisionsloch“. Hier können Sie den Kanal an den Ablauf anschließen. Dies ist weiterhin die Stelle, an der Sie einen Fliesenrahmen einsetzen, oder eine Revisionstür oder eine Fliese hohl verlegen, so dass Sie im Fall der Fälle auch noch nach Jahren an den Abfluss gelangen, ohne Ihre Fliesen zu beschädigen.

Stellen Sie nun den Wannenträger auf die vorhergesehene Position und befestigen Sie ihn mit etwas Mörtel am Boden. Bereiten Sie das Kanalrohr am Boden, sowie den Ablauf an der Badewanne so vor, dass nach dem Einsetzen die beiden Rohrenden zueinander zeigen. Tipp: Wenn Sie eine Acryl-Badewanne in einen Styroporträger aufstellen, MUSS die Acrylwanne mit dem Träger verklebt werden. Verwenden Sie hierzu ausschließlich einen NICHT-quellenden Montageschaum. Klassischer Montageschaum, welcher beim Einbau von Türen und Fenstern Anwendung findet, ist hierzu nicht geeignet. Verwenden Sie weiterhin auch kein Silikon zum Verkleben. Die Essigvernetzten Silikone lösten das Styropor ab. 

Schließen Sie nun den Wannenablauf mit einem HT-Rohr am Ablauf an. Hierzu muss das Verbindungsrohr zugeschnitten werden. Dabei sollte ein Gefälle von ca. 1 - 2 cm pro Meter berücksichtigt werden.

Füllen Sie die Badewanne mit Wasser und überprüfen Sie die Rohrverbindungen. Ist noch etwas undicht, ist jetzt noch Gelegenheit, um die Rohrverbindungen nachzuziehen. Ist alles dicht, setzen Sie das zuvor aus dem Wannenträger geschnittene Stück wieder ein und schließen Ihre Arbeit ab.

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