Rosonen verlegen

Wie auch beim Verlegen von herkömmlichen Fliesen, gibt es bei der Verlegung von Rosonen einiges zu beachten. In unserem Ratgeber führen wir alle wichtigen Tipps auf, die Ihnen zu einem fehlerfreien Endergebnis verhelfen. Grundsätzlich ist das Verlegen relativ einfach, da die Rosonen rückwärts mit einem Netz verklebt sind. Für die Anleitung der Grundierung können Sie sich an unserem Ratgeber zum Verlegen von Antikmarmor Bruch orientieren, da es sich dabei auch um Natursteine handelt.

Treffen Sie bei der Verlegung von Rosonen bereits bei der Auswahl der Baustoffe besondere Vorsichtsmaßnahmen, die das Material schonen und dessen Schönheit dauerhaft erhalten. Nutzen Sie aus diesem Grund ausschließlich für Naturstein geeignete Produkte. Verwenden Sie Marmorkleber, denn dieser ist weiß und verhindert bei hellen Steinen unerwünschte Schattierungen. Zudem ist er säurefrei und es können keine unerwünschten Ausblühungen entstehen. Bei der Fugenmasse, mit der Sie die Rosone nach der Verlegung ausschlemmen, ist ebenfalls auf die Eignung für Natursteine zu achten, damit es nicht zu einem Ausbluten der Farbpartikel in den Stein kommt.

Nur in wenigen Fällen sind Rosonen frostsicher. Der häufig verwendete Marmor ist ein Kalkgestein und aus diesem Grund im Außenbereich nicht beständig. Die hohe Wasseraufnahme führt insbesondere in der Frostperiode beinahe unvermeidlich zu Abplatzungen und damit Beschädigungen der Oberfläche. Anderes gilt für Travertin oder Granit, die für die Verlegung im Außenbereich geeignet sind. Beachten Sie jedoch, dass Natursteine die Tendenz haben, durch Sonneneinstrahlung ihre Farbe zu verändern. Da die typische Ausrichtung einer Terrasse auf möglichst viele Sonnenstunden erfolgt, sollten Sie diese Farbveränderungen der Rosone im Außenbereich einplanen. Wenn Sie diese optische Wandlung vermeiden möchten, empfiehlt sich die Auswahl einer Rosone aus Feinsteinzeug oder ähnlich UV-beständigem Material.

Sofern Sie Silikon zur Versiegelung des Dekorelements verwenden, muss ein Ein-Komponenten-Silikondichtstoff (Marmorsilikon) eingesetzt werden. Bei diesem Produkt ist das Öl durch einen neutralen Bestandteil ersetzt und wirkt neutral auf den Naturstein. Auf diese Weise bleibt der Effekt der Randzonen-Verfärbung aus, bei dem durch den Kapillareffekt der Natursteine Weichmacher aus dem Silikon gesaugt werden und Verfärbungen der Steinränder entstehen.

In der Regel verfügen Rosonen aus Naturstein bereits über eine Imprägnierung, die aus Wachs oder einer chemischen Behandlung besteht. Diese vorbereitete Versiegelung dient dem Schutz des Natursteins und verstärkt zugleich die Farbe und die natürliche Optik des ausgewählten Steins. Sie sollten die Versiegelung selbst durchführen, wenn diese nicht seitens des Herstellers bereits aufgetragen wurde. Beachten Sie, dass eine Wachsschicht als Erstschicht keine andere Form der Imprägnierung mehr zulässt. Umgekehrt können Sie jedoch zunächst chemisch versiegeln und dann in der Folge noch eine Wachsschicht auftragen.

Sofern Sie sich für die natürliche Imprägnierung aus Wachs für die Rosone entscheiden, erhalten Sie eine die Poren verschließende leicht glänzende Oberfläche, die einen sehr klassischen „speckigen“ Look erzeugt. Allerdings ist die Wachsversiegelung eine Variante der „Opferschicht“, die sich im Laufe der Gebrauchszeit abnutzt und wiederholt werden muss. Neben Wachs eignen sich auch natürliche Materialien wie Öle und Kernseife für diesen Schutz. Grundsätzlich empfehlen wir für die Versiegelung und Imprägnierung Produkte von Lithofin.

Ein klassisches Motiv der Rosone ist die Windrose. Sie können sehr einfach eine authentische Verlegung nach der Himmelsrichtung erzielen, wenn Sie einen Kompass einsetzen. Dazu lösen Sie das zentrale Kreiselement der Windrose mit einem Messer mitsamt Papiergitter aus dem Rest der Rosone. Richten Sie die Windrose dann mit dem Kompass korrekt nach Norden aus und beenden die Verlegung.

Unterschiedliche Formate sind nicht selten. Sofern die Rosone kleiner ist als das eigentliche Raster der Hauptfläche, erstellen Sie einen Fries, um die Differenz aufzufüllen. Diesen können Sie sowohl aus den Umgebungsfliesen wie auch Natursteinen erstellen, wie sie in der Rosone verwendet werden. Ist die Rosone hingegen größer als das Fliesenraster, hat sich die diagonale Verlegung der Rosone bewährt, mit der das Dekor in die gerade Hauptfläche eingesetzt wird. Die Hauptfliesen können an den Randlinien entsprechend zugeschnitten werden.

  • Rosone
  • Marmokleber bei Naturschein
  • Flexibler Fliesenkleber bei Feinsteinzeug
  • Fugenmasse ggf. Naturstein geeignet
  • Grundierung oder Haftgrund bei kritischen Untergründen
  • Imprägnierung
  • Natursteinsilikon
  • Zahnspachtel
  • Wasserwaage
  • Fugbrett
  • Schwamm oder Schwammbrett
  • Bleistift
  • Zollstock
  • Kunststoffeimer
  • Gummihandschuhe
  • Rührquirl oder Kelle
  • Schaumstoffwalze
  • Kartuschendrücker

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